
Stimmen zum Spiel
09.12.23
"Wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben"
Der HSV kassiert die erste Volkspark-Niederlage der Saison und steht damit nach sieben Dreiern erstmals ohne Punkte da, obwohl man gegen den SC Paderborn sogar mit 1:0 geführt hatte. Die frustrierten Stimmen zum Spiel.
Sebastian Schonlau: Wir wollten unbedingt den achten Heimsieg, kommen auch gut rein ins Spiel und gehen in Führung, lassen den Gegner dann aber ins Spiel zurückkommen. Wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben, wir sind selbst Schuld. Am Ende haben wir versucht, noch einmal zurückzukommen, haben dann aber auch unglücklich agiert. Wir wollen bis zur Winterpause unbedingt über die 30-Punkte-Marke, das ist unser einziges Ziel und unser Auftrag, und dafür brauchen wir am nächsten Wochenende einen Dreier.
Laszlo Benes: Wir sind früh in Führung gegangen, haben danach aber zu wenig Druck auf den Ball bekommen, sodass sich Paderborn einige Male durchspielen konnte. Insgesamt war es von jedem von uns zu wenig, auch wenn wir am Ende nach vorn noch einiges kreieren konnten, aber die Niederlage tut natürlich weh. Über mein Tor kann ich mich daher nicht freuen.
Robert Glatzel: Das letzte Heimspiel haben wir uns ganz anders vorgestellt, diese Niederlage tut sehr weh. Schwer zu sagen, woran es gelegen hat, denn auch nach dem Ausgleich hatten wir gute Chancen und hätten wieder in Führung gehen müssen. Stattdessen kriegen wir zum zweiten Mal gefühlt aus dem Nichts ein Gegentor, das uns so ein bisschen den Stecker gezogen hat. Am Ende hatten wir zwar noch ein paar Aktionen, aber auch ein bisschen Pech im Abschluss. Es ist extrem bitter.
"Wir machen in der Offensive und Defensive einfach zu viele individuelle Fehler" Tim Walter
Daniel Heuer Fernandes: Wir sind gut in die Partie gekommen, hatten auch viele Balleroberungen, so wie wir uns das vorgestellt haben, waren gut im Gegenpressing und haben dann auch ein schönes Tor erzielt. Aus dem Nichts kriegen wir dann den Ausgleich, haben uns da aber nicht aus der Kontrolle bringen lassen, hatten noch unsere Möglichkeiten, doch in der zweiten Halbzeit sind wir nicht mehr so in die Momente gekommen. Das Gegentor war maximal unglücklich. Wir haben es mannschaftlich versucht aufzufangen, haben es aber nicht mehr hinbekommen, den Punch zu setzen, außer in den letzten Minuten, als wir noch die beiden Lattentreffer hatten. Das ist dann leider auch zu wenig.
Tim Walter: Es war sehr unglücklich für uns. Es ist aber auch ein Stück weit sinnbildlich, weil wir sowohl in der Offensive als auch in der Defensive einfach zu viele individuelle Fehler machen. Darum bringen wir uns immer wieder selber um den Lohn der Arbeit. Das war im Pokal so und auch heute. Das ist schwierig in Worte zu fassen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, geben diese Führung aber leichtfertig wieder her. Bis zur Halbzeit hätten wir noch zwei Tore machen müssen. Dann gerätst du in Rückstand durch so einen Fehler. Die Roten Karten haben ihr Übriges dazu beigetragen, dass der Spielfluss verloren ging. Wir sind schon so oft am Boden gelegen, doch wir stehen auch dieses Mal wieder auf.
Lukas Kwasniok: Nach 99 Minuten hartem Fight gehen wir als glücklicher Sieger vom Feld, zwar nicht völlig unverdient, aber insgesamt war es ein Spiel auf äußerst überschaubarem Niveau. Dazu hat auch der Platz seinen Teil beigetragen. Es war ein sehr fehlerhaftes Spiel auf beiden Seiten. Insofern ist es sinnbildlich, dass die spielentscheidende Situation auch diesem Rasen geschuldet war. Es war glücklich, aber dieses Glück brauchst du auch mal, um beim HSV zu gewinnen. Wir brauchen uns für dieses Spiel nicht zu schämen.