
Spieltags-Fakten
04.04.25
#FCNHSV: Der Faktencheck zum Traditionsduell
Im Frankenland treffen nicht nur zwei absolute Traditionsvereine, sondern auch zwei der offensivstärksten Teams der Liga aufeinander, wie der Faktencheck zum Spiel untermauert.
#1 Traditionsduell mit guter HSV-Bilanz
FCN vs. HSV - das ist pure Fußball-Tradition: 90-mal trafen die beiden Vereine, die zusammen 15 (9x FCN,6x HSV) deutsche Meisterschaften auf sich vereinen, in Pflichtspielen aufeinander, allein 64-mal in der Bundesliga. Der HSV liegt in der Bilanz klar vorn, gewann exakt die Hälfte der Vergleiche (45) und musste sich bei 22 Unentschieden "nur" 23-mal geschlagen geben. Auch zuletzt waren die Rothosen meist Sieger. So holte der HSV in den letzten 5 Partien gegen den Club 13 Punkte und verlor nur eines seiner letzten 16 Pflichtspiele gegen den FCN (10 Siege, 5 Remis)
#2 "Topsituation" im Sturm
Die beiden letzten Duelle im Max-Morlock-Stadion haben die Hamburger um Außenverteidiger William Mikelbrencis (Foto) ebenfalls für sich entschieden - jeweils mit 2:0. Robert Glatzel war dabei in beiden Begegnungen unter den Torschützen. Generell traf der 31-Jährige in seinen 9 Zweitliga-Duellen mit Nürnberg 8-mal - gegen kein anderes Team schoss er in der 2. Bundesliga mehr Tore. Im Sturm konkurriert der Torschützenkönig der Saison 23/24, der nach einem Sehnenabriss eine fünfmonatige Reha hinter sich hat, derzeit mit Davie Selke (17 Saisontreffer) und Ransford Königsdörffer (11) - ebenfalls Top-Stürmer, die jeweils die beste Saison ihrer Laufbahn spielen. Cheftrainer Merlin Polzin hat im Sturm also die Qual der Wahl, gab sich zuletzt angesichts dieser Entscheidung aber gelassen und positiv. "Das ist kein Luxusproblem, sondern eine absolute Topsituation", erklärte der 34-Jährige.
#3 Offensivspektakel?
Apropos Torjäger: Mit dem Hamburger SV (58 Tore, ligaweit Rang 1) und dem 1. FC Nürnberg (47 Treffer, Rang 4) treffen zwei der offensivstärksten Teams der Liga aufeinander. Besonders häufig treffen die Mannschaften dabei nach Umschaltaktionen und per Fernschuss. Hamburgs 8 Kontertore bedeuten einen Ligabestwert, Nürnbergs 5 reichen in dieser Kategorie für die Spitzengruppe und Rang 5. Bei den Toren außerhalb des Strafraums liegen beide Teams mit 8 Treffern auf dem geteilten 2. Rang - nur Elversberg traf aus mehr als 16 Metern bisher häufiger (11-mal).
#4 Diskrepanz bei Flanken
Soweit die Gemeinsamkeiten im Offensivspiel der Traditionsvereine, die ansonsten durchaus auch unterschiedliche Ansätze wählen. Während der HSV bereits 11 Tore nach Flanken erzielte und damit im Ligavergleich nur dem KSC (14) den Vortritt lassen muss, schlägt Nürnberg die wenigsten Flanken (171) aller Zweitligisten, generiert daraus die wenigsten Torschüsse (30) und war in der Folge auch erst 3-mal nach einer Flanke erfolgreich (Platz 16). Zudem erzielte der HSV satte 72 Prozent seiner Tore über Vorstöße auf den Außenbahnen, während der FCN knapp zwei Drittel seiner Tore durchs Zentrum markierte.
#5 Starker Support
Der HSV veröffentlichte unter der Woche seine aktuelle Mitgliederzahl und zählt mit nun 120.000 Mitgliedern zu den sieben mitgliederreichsten Vereinen Deutschlands. Dabei verzeichnete der Club einen Zuwachs von fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den Auswärtsspielen reisen im Schnitt mehr als 6.000 HSV-Fans, selbst in der Bundesliga mobilisierte bisher nur der VfB Stuttgart so viele Gäste-Fans. Im Januar waren rund 20.000 HSV-Anhänger in Berlin, auch in Nürnberg wird der Gästeblock wieder prall gefüllt sein, mindestens 7.500 Gäste-Fans werden unterstützen - starker Support!