
Pressekonferenz
07.12.23
Walter: "Wut und Enttäuschung in Motivation umwandeln"
Nach dem DFB-Pokal geht es für den HSV am Sonnabend im Volkspark gegen den SC Paderborn weiter. Über die Herangehensweise zwischen Pokal und Liga sprach Tim Walter in der Pressekonferenz.
Er konnte schon wieder lächeln, als er am Donnerstag (7. Dezember) das Podium des Pressekonferenzraumes betrat: Tim Walter hatte wie alle HSVer eine kurze Nacht, in der auch noch das Ausscheiden im DFB-Pokal bei Hertha BSC verdaut werden musste, hinter sich. Wie er diese Partie bewertet und welchen Einfluss sie auf das anstehende Spiel gegen den SC Paderborn hat, wurde der Coach unter anderem gefragt in dieser Pressekonferenz zwischen Berlin und Paderborn - und zeigte sich bereits wieder sehr aufgeräumt, positiv gestimmt und mit klarem Blick nach vorn. Und so sprach Tim Walter über...
... das Pokal-Aus bei Hertha BSC: Wir nehmen aus dem Spiel mit, dass wir als Kollektiv immer bis zum Ende dranbleiben müssen, dass wir die Gier, alles wegzuverteidigen, in jedem Spiel bis zum Abpfiff zeigen müssen. Denn wir kriegen nichts geschenkt und müssen uns alles hart erarbeiten. Wir erarbeiten uns jedes Tor hart, schenken unsere Gegentore aber zu leicht her. So auch in Berlin. Diese Niederlage tat weh, und sie darf uns auch heute noch wehtun. Wir wollten unbedingt weiterkommen, denn der Pokal ist ein geiler Wettbewerb. Aus der Wut und der Enttäuschung wollen wir aber Energie für Sonnabend ziehen, wir wollen diese Wut und Enttäuschung in Motivation umwandeln.
"Wir wollen unbedingt und mit aller Macht dieses Spiel gewinnen"
... die Personalsituation zwischen Pokal und Liga: Wir haben im Pokal Van der Brempt und Dompe ein bisschen geschützt, gleiches galt auch für Ambrosius, auch wenn er mit in Berlin war. Wir müssen mit ihnen ein bisschen vorsichtig sein, weil sie aus längeren Verletzungen gekommen sind. Da ist es besser, nicht gleich drei Spiele in einer Woche zu absolvieren. Hinten rechts haben es Mikelbrencis und später dann Oliverira sehr gut gemacht - gegen einen sehr starken Reese. Ich war mit ihnen insgesamt sehr zufrieden, wir können uns absolut auf unsere jungen Spieler verlassen.
... die Gelbsperre von Jonas Meffert: Er wird uns gegen Paderborn in jedem Fall fehlen. Wir haben verschiedene Varianten, wie wir dies lösen können. Mit Elijah Krahn haben wir einen weiteren ganz jungen Spieler, der diese Position spielen kann. Auch Moritz Heyer kann auf der Sechs spielen und natürlich auch Lukasz Poreba. Oder wir entscheiden uns für eine ganz andere Statik in unserem Spiel als klassisch mit einem Sechser. Das haben wir noch nicht entschieden, wir werden am Sonnabend die Antwort geben.
... den kommenden gegner SC Paderborn: Die Paderborner fliegen in dieser Saison in der Wahrnehmung etwas unter dem Radar, denn ihre Qualität ist deutlich besser als ihr Tabellenplatz dies aussagt. Sie haben sehr gute Spieler im Kader, haben sich gut verstärkt und agieren wie wir gern mit viel Ballbesitz. Es wird eine große Herausforderung, aber wir wollen unbedingt und mit aller Macht dieses Spiel gewinnen. Wir wollen diesen achten Heimsieg, auch für unsere Fans, die uns immer unterstützen. Mit Paderborn und Nürnberg haben wir jetzt noch zwei sehr wichtige Spiele, für die wir nochmal alle Kräfte mobilisieren wollen.