
Saison
11.04.23
HSV-Joker in bestechender Form
Ransford-Yeboah Königsdörffer erzielte gegen Hannover 96 das siebte Jokertor der Rothosen, die damit die Qualität ihrer Bank unter Beweis stellen.
Seinem explosiven Jubel nach zu urteilen, erzielte Ransford-Yeboah Königsdörffer ein spielentscheidendes Traumtor. Dabei traf der Sommer-Zugang beim 6:1-Kantersieg gegen Hannover 96 „nur“ zum zwischenzeitlichen 5:1. Es war ein Abstauber, den der 21-jährige Angreifer aber so brachial per Flachschuss aufs Tor donnerte, dass er den am Boden liegenden Hannoveraner Foti kurzerhand tunnelte und auch Keeper Zieler sowie Innenverteidiger Lührs mit Händen und Füßen nichts mehr entschärfen konnten.
Das vermeintlich nicht so wichtige fünfte Tor der Rothosen, zugleich Königsdörffers achtes Saisontor, war erkennbar ein Tor des Willens, das darüber hinaus eine klare Botschaft beinhaltete: Im Team der Rothosen sind alle Akteure, besonders auch die Einwechselspieler, gierig auf Tore. So erzielte Königsdörffer das siebte Jokertor der Rothosen. Er selbst war dabei schon zum dritten Mal nach einer Einwechslung erfolgreich, zudem reihen sich Andras Nemeth mit zwei sowie Laszlo Benes und Tom Sanne mit je einem Treffer in die Torschützenliste der HSV-Joker ein. Zum Vergleich: Nur der 1. FC Kaiserslautern (13 Jokertore) ist durch Einwechselspieler noch torgefährlicher, der SC Paderborn und Eintracht Braunschweig sind mit ebenfalls sieben Jokertoren gleichauf. Die Jokertorschützen des HSV, die übrigens im Schnitt 11,5 Minuten nach ihrer Einwechslung knipsen, trafen dabei in vier der jüngsten neun Spiele und sind somit in bestechender Form.
Und es müssen nicht immer Tore sein, um von der Bank kommend Akzente zu setzen und aufzufallen. So drehte der finnische Wirbelwind Anssi Suhonen zum zweiten Mal in Serie nach seiner Einwechslung richtig auf, während Elijah Krahn und Valon Zumberi ihren zweiten Profi-Einsatz mit der Raute auf der Brust verzeichneten. HSV-Trainer Tim Walter wird es freuen, auf derartig viele und engagierte Spieler zurückgreifen zu können, die auf die nächste Jubelexplosion warten.